Prof. Dr. Elke Muhl, Kongresspräsidentin

Grußwort der DIVI-Kongresspräsidentin

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich darf Sie herzlich einladen zum 18. Kongress der DIVI in Leipzig vom 5.-7. Dezember 2018. Der Kongress steht unter dem Motto „Qualität und Patientensicherheit“.

Qualität und Patientensicherheit sind das Ergebnis von Team-Work. Die hochkomplexen medizinischen Probleme des Intensiv- und Notfallpatienten in lebensbedrohlichen oder potentiell lebensbedrohlichen Situationen können nur im Zusammenspiel der in der Intensivmedizin tätigen Berufsgruppen und oft auch der verschiedener Fachgebiete bewältigt werden. Die Einladung zum Kongress geht an Intensivmediziner aller Fachgebiete, Pflegekräfte und Ärzte, aber auch an Rettungsassistenten, Atmungstherapeuten, Physiotherapeuten, Pharmazeuten, Juristen, Ethiker, IT-Spezialisten, Medizintechniker, Phoniater und Schlucktherapeuten, Seelsorger – an alle an Intensiv- und Notfallmedizin Beteiligten. Die Mitgliedschaft aller Berufs- und Fachgruppen in der DIVI trägt zum gewohnt breiten Spektrum der Themenfelder des DIVI-Kongresses in wissenschaftlichen und Fortbildungssitzungen und Workshops bei.

Allen in der Intensivmedizin und Notfallmedizin Tätigen ist bewusst, dass ihre Arbeit in einem gesundheitspolitischen Kontext geschieht und in einem zunehmend ökonomisierten Umfeld. Die Politik beschäftigt sich mit Mindeststandards für die Personalausstattung in Krankenhäusern, weil die Gefahr besteht, dass Qualität und Patientensicherheit zunehmend unter dem Primat der Ökonomie Einbußen erfahren. Qualität in der Intensivmedizin meint dabei nicht nur die diagnostischen und therapeutischen medizinischen Prozesse, sondern auch Strukturqualität: die Qualität und Quantität der handelnden Personen, ihre Weiterbildung, das „auf dem neuesten Stand sein“, ihre Kommunikation untereinander und mit dem Patienten. All dies wird Einfluss haben auf die Ergebnisqualität. Maßnahmen zur Vermeidung von Fehlern, den Umgang mit Fehlern, Definition und Umsetzung von Qualitätsstandards und –indikatoren, das Qualitätsmanagement auf der einzelnen Intensivstation sollen ein Schwerpunkt dieses Kongresses sein. Erstmalig wenden wir uns bei diesem Kongress mit einer Veranstaltung an die Öffentlichkeit, die in diesem Jahr den Kontext von Intensivmedizin und Palliativmedizin zum Thema hat. Nur Sie können dazu beitragen, dass Neues und Bewährtes in hoher Qualität am Patienten ankommt. Der Kongress leistet dazu seinen Beitrag mit seinem breit gefächerten Programm.

Ich wünsche Ihnen reichlichen Wissensgewinn, fruchtbaren Erfahrungsaustausch und auch am Abend das Erlebnis der vorweihnachtlichen geschmückten Stadt Leipzig.

Elke Muhl
DIVI Kongresspräsidentin 2018

Grußwort des Präsidenten der DIVI

Liebe Teilnehmer/innen des 18. DIVI-Kongresses,

ich freue mich Sie beim 18. DIVI Kongress noch einmal in Leipzig begrüßen zu dürfen. Im nächsten Jahr werden wir dann wieder in Hamburg zu Gast sein. Nachdem wir im letzten Jahr 40 Jahre DIVI gefeiert haben, können wir auch in diesem Jahr wieder mit einem Jahrestag aufwarten. Vor 10 Jahren wurde die DIVI neugestaltet und öffnete sich für persönliche Mitglieder. Eine in Europa einzigartige Erfolgsgeschichte. Inzwischen sind wir eine Gemeinschaft, die über 2.500 Einzelmitglieder und 18 Fachgesellschaften und Berufsverbände unter einem Dach zusammenführt.

Das Motto des Kongresses 2018 lautet: „Qualität und Patientensicherheit“. Die Intensiv- und Notfallmedizin ist ein komplexes Arbeitsfeld, in dem es auf das Zusammenwirken eines interdisziplinären und multiprofessionellen Teams ankommt. Hier müssen hohe Ansprüche an Qualität und Patientensicherheit erfüllt werden, um den Patienten eine bestmögliche Behandlung zu bieten und weiteren Schaden von ihnen fernzuhalten zu können. Hier schafft die DIVI mit ihren Empfehlungen und Vorgaben Brücken zwischen den Fach- und Berufsgruppen und Handlungsrahmen, die helfen dieses zu erreichen.

Erstmalig in diesem Jahr bieten wir zu dem Kongress eine Öffentlichkeitsveranstaltung an, zu der wir die Menschen in Leipzig einladen, mit uns über das Thema „Intensivmedizin und Palliativmedizin“ zu diskutieren. Gestaltet wird diese Veranstaltung von unserer diesjährigen Kongresspräsidentin Frau Prof. Elke Muhl und von Herr Prof. Dr. Gian Domenico Borasio.

Mit diesem Kongress endet auch meine Amtszeit als Präsident der DIVI. Zwei Jahre, die von der Neufassung der Musterweiterbildungsordnung geprägt waren und in der die Weichen zum Aufbau einer DIVI Akademie gestellt wurden die im nächsten Jahr die ersten Kurse anbieten wird.

Ich wünsche Ihnen spannende Tage im vorweihnachtlichen Leipzig. Wir freuen uns auf einen anregenden Kongress, der Ihnen sicherlich viele neue Erkenntnisse und Denkanstöße geben wird.

Prof. Dr. Stefan Schwab
Präsident der DIVI

Prof. Dr. Stefan Schwab, Präsident der DIVI
Lothar Ullrich, 1. Vorsitzender der DGF e. V.

Grußwort der DGF

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen,

im Namen der Deutschen Gesellschaft für Fachkrankenpflege und Funktionsdienste lade ich Sie recht herzlich zum DIVI 2018 in Leipzig ein. Das diesjährige Kongressmotto „Qualität und Patientensicherheit“ verdeutlicht die Wertigkeit und Relevanz professionellen Handelns in unserem komplexen Arbeitsfeld. Überall, wo Menschen auf engstem Raum und in hochtechnisiertem Umfeld tätig sind, kann es zu Fehlern kommen. In kaum einem anderen Bereich des Gesundheitswesens ist das Zusammenspiel von Menschen so von Bedeutung wie in der Notfallmedizin und auf der Intensivstation. Sichere Abläufe spielen beim Miteinander aller beteiligten Akteure eine entscheidende Rolle und müssen ständig geübt und optimiert werden.

Die Anforderungen an alle Beteiligten haben sich in den letzten Jahren aufgrund des medizinischen Fortschritts ständig erhöht und verlangen eine enge Kooperation von Ärzten, Pflegenden und Mitarbeiter anderer Gesundheitsberufe. Maßnahmen zur Patientensicherheit wie Fehlerberichtssysteme oder SOPs haben sich bereits fest etabliert und werden umgesetzt. Weiterhin gilt es das Bewusstsein zu schärfen, dass die Risiken in den Bereichen Arbeitsorganisation, Technik und Kommunikation ständig vorhanden sind und die Bearbeitung aufgetretener Fehler nicht nur eine schwierige Aufgabe, sondern zugleich eine große Chance ist: Ursachen werden analysiert, gemeinsam im Team besprochen und Verbesserungen eingeleitet. Jeder – egal welchen Status er im Teamgefüge hat – hat das Recht und die Pflicht, Fehler und Gefahren offen anzusprechen, um die Sicherheit der uns anvertrauten Schwerstkranken zu gewährleisten. Es gilt eine Lernkultur der gegenseitigen Wertschätzung und Akzeptanz zu entwickeln. Patientensicherheit geht alle an und ist nicht das spezielle Wissen einer Berufsgruppe.

In Zukunft wird man von uns eine noch mehr auf Qualität, Sicherheit und Zufriedenheit der uns anvertrauten Patienten ausgerichtete Pflege erwarten. Diese zu gewährleisten wird uns jedoch nur gelingen, wenn wir es schaffen, dass der vorhandene Fachkräftemangel von allen Beteiligten und Entscheidungsträgern nicht nur wie bisher wahrgenommen, sondern auch mit allen Mitteln wirksam „bekämpft“ wird. So lassen Sie uns gemeinsam dafür sorgen, dass die Patientensicherheit zum zentralen Bestandteil der Versorgung deklariert wird. Machen wir uns kompetent und diskutieren gemeinsam in hochklassigen Sitzungen und Workshops. Nutzen Sie – liebe Kolleginnen und Kollegen – den DIVI zur Erweiterung Ihres Wissens und Ihrer Handlungskompetenz. Hinterfragen Sie „Althergebrachtes“, seien Sie neugierig und wissensdurstig und bringen sich aktiv in die Diskussion ein. Sorgen Sie dafür, dass wir unsere Qualität erhalten können und die Patientensicherheit jeder Zeit gewährleisten.

Ich wünsche Ihnen erfolgreiche und dialogfreudige Tage in Leipzig.

Lothar Ullrich
1. Vorsitzender der DGF e. V.